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Bunte, offene, freche Freiräume an vielen Orten - unverkäuflich und unkäuflich!

Okay, zugegeben: Zum Zeitgeist passen wir nicht. Die "Stiftung FreiRäume" will offene Aktionsplattformen fördern und sichern. Sie sollen nicht nur dem Grundstücksmarkt entzogen werden (was die Immobilienhaie ärgern mag, aber die haben genug Futter im Land), sondern auch geschützt werden vor denen, die als Politaktivist_innen, alternative WGs oder gar Kommunen im Haus starten und dann im Laufe der Jahre dort verbürgerlichen, die Haustür zur Sicherung vor denen austauschen, als die sie sich früher mal selbst gesehen haben, und kleine, hocheffiziente Firmen hinter den noch nostalgisch-bunt gestrichenen Wänden gründen. Gerade Letzteres ist der an Selbstbelügung und Kommerzialisierung ex-alternativer Ideen reichen Politszene des Landes ein Dorn im auge. So ist die Stiftung FreiRäume nicht nur bei den Herrschenden unbeliebt, sondern fast mehr noch bei denen, die mit der Kritik an herrschenden Verhältnissen ihr Einkommen sichern. Leider sind die in der Überzahl, so dass die Stiftung und ihre Projekte zur Zeit eine ziemliche Randerscheinung sind. Aber zumindest eines der Häuser beweist: Zähe, unabhängige, selbstorganisierte und formal gesicherte Widerständigkeit ist auch über lange Zeiträume möglich.

Häuser und Plätze mit offenen Aktionsplattformen: Wer nutzt und gestaltet sie?

Es ist ein bisschen absurd: Wir haben etliche Häuser und Räume, aber niemand will sie. Dabei liegen sie oft gut erreichbar, bieten viel Platz oder sind sogar schon perfekt ausgestattet. Doch im Land der Politapparate und Mitläufer_innen (heute eher: Mitklicker_innen) braucht offenbar kaum jemand Arbeitsinfrastruktur für politischen Widerstand. Das Wichtigste scheint die Aneignung von kreativen Aktionsmethoden und Selbstorganisierungsfähigkeit zu sein. Dann könnten auch die Häuser wieder interessant werden. Stattdessen stehen sie oft leer
Die Stiftung FreiRäume und Partnerstiftungen tragen fünf Häuser und mehrere Einzelräume. Dort könnten überall offene Aktionsplattformen entstehen. Meist fehlen sie, weil sich niemand wirklich für sie engagiert. Das kann sich aber jederzeit ändern. Die Möglichkeit besteht in folgenden Orten:

Berlin: Offene Räume plus umgebende Infrastruktur im Kubiz (Weißensee)

Im KuBIZ in Berlin-Weißensee. Hier sind Werkstätten, Kulturräume und alternative Wohnbereihe entstanden. Im Erdgeschos könnte eine Art Projektwerkstatt als offener Raum entstehen. Ursprünglich war dafür ein ganzer Trakt vorgesehen. Doch es fanden sich kaum Nutzer_innen. So ist es jetzt noch ein Raum - aber immerhin. Außerdem liegen nebenan: Umsonstladen ++ Seminarhaus ++ Jugendzentrum "Bunte Kuh". Das Kubiz ist rund um die Uhr mit einer Straßenbahn erreichbar (ab Hackescher Markt über Alex und Greifswalder Straße).

Netzwerk FreiRäume
Das Gebäude - eine ehemalige Schule. Der "Offene Raum" befindet sich im Erdgeschoss des Südflügels zur Bernkasteler Straße.
Klick: Das Kubiz auf dem Luftbild (zwischen Straßenbaudepot links und Reihen-Wohnhäuser rechts)

TS - eine alte Kaserne und ein ehemaliger Bahnhof plus Riesengelände in der Altmark

Das traurigste Projekt böte am meisten Platz. Es liegt etwas ab vom Schuss, bietet dafür aber viele Räume, Hallen und ein großes Gelände. Optimal wäre das für Camps - hier könnte eine Basis für Trainings und mehr entstehen. Jedoch das Haus ist besetzt von Menschen, die hier reichlich unpolitisch eher vor sich hin vegetieren als sich selbst entfalten. Sie sind dort einfach eingezogen, genau wissend, dass eine Stiftung FreiRäume keine Räumungen veranlassen wird. Es ist die Umkehrung der Besetzungsideen aus dem letzten Jahrhundert (die auch dort schon meistens verklärend waren): Die "TS" (wie das Gebäude in Anlehnung an den früheren Namen "Traumschule" genannt wird) ist kaputt-besetzt. Eine politische Plattform ist durch die Besetzung zur privaten Insel geworden. Aber sie warten auf Rückeroberung für ein buntes, widerständig-aktives Leben ... Gesucht sind:


Das ehemalige Kasernengebäude an der Grundstückstückszufahrt. Daneben gibt es noch Hallen und den Ex-Bahnhof sowie viel Gelände.
Klick: Das Gelände als Luftbild - alles zwischen Bahnlinie und den Straßen/Wegen drumherum.

Projektwerkstatt in Saasen (Kreis Gießen): Offene Aktionsplattform seit 25 Jahren

Das Vorzeigeprojekt liegt mitten ... naja, zumindest in Deutschland (was ja kein sinnvoller Bezugsrahmen ist - Grenzen und Nationen gehören auf den Misthaufen der Geschichte!). Es ist auch gut erreichbar - per Bahn (Linie zwischen Gießen und Fulda mit Halt "Saasen"), per Auto und Trampen (Abfahrt Reiskirchen und Tank-/Raststätte "Reinhardshain" an A5) sowie per Rad (Radweg R7 vom Lahntal entlang der Wieseck Richtung Osten bzw. umgekehrt; R6 von Frankfurt/Friedberg aus). Das Haus ist seit Langem und in Eigenregie renoviert und mit richtig vielen Projektarbeitsecken ausgestattet - von Filmschnitt über Layouten und Druckerei bis zu Schweißen und Holzarbeiten, von der Fahrradwerkstatt bis zu riesigen Bibliotheken und Archiven. Rundherum Küchen, Bäder, viele Betten- und Gruppenräume, Lebensmittellager, Aktionsmaterialien und Sabotagesammlungen, Kino- und Partyräume. Also optimal für konkrete Aktionsvorbereitungstreffen und Projektdurchführung. Doch ... das macht kaum noch jemensch. Das ist leider der Zeitgeist - und den gilt es zu ändern, dann wird auch das Haus mit seinen Aktionsplattformen wieder gebraucht. Wer nicht auf eine andere Zeit warten will, kann sofort loslegen:


Die Projektwerkstatt in Saasen (Kreis Gießen) hat eine umfangreiche eigene Internetseite. Daher hier nicht mehr ...
Klick: Haus mit Solaranlagen und 3-Stock-Wintergarten, Grundstück mit Bauwägen - am Rande des alten Ortskerns von Saasen.

Werkstatt für Aktionen und Alternativen (WAA) in Düren-Gürzenich

Noch recht neu ist die Werkstatt für Aktionen und Alternativen (WAA) in Düren, genauer im Ortsteil Gürzenich. Der Ort ist nicht zufällig gewählt, sondern soll den Widerstand in der Region, vor allem gegen Braunkohleabbau und -verstromung stärken. Doch bislang ist das Projekt nur zu Teilen renoviert. Viele derer, die anfangs dabei waren, sind wieder gegangen und oft dominieren kurzfristige Ideen und halbfertige Baustellen. Das kann und darf jederzeit anders werden. Von Außen ist aber nicht immer genau erkennbar, wer gerade was macht. Die Internetseite informiert über mehr - falls sie aktualisiert wurde, was auch nicht immer sicher ist. Eigentlich aber geben Haus und großes Grundstück viel her - und das in wenigen Kilometer Abstand zu den größten Braunkohletagebauflächen Europas, zum Forschungszentrum Jülich und den Großräumen Köln und Aachen. Düren ist per Zug zwischen diesen beiden Städten optimal erreichbar, die WAA aber am Stadtrand nach gut 4km Fussmarsch oder per Bus erreichbar.


Foto der Terrasse mit Ausgang Richtung Garten.
Klick: Haus (vorne an der Straße am Rand von Gürzenich) und dem recht großen Garten hinter dem Haus.

Projektehaus in Döbeln (Mittelsachsen)

Im Ortsteil Mannsdorf (Am Bärental 6) liegt das Projektehaus mit seinen Werkstätten, Archiven und einem mittelgroßen Garten. Auch dieses Haus ist bei weitem nicht so genutzt wie es sein könnte.


Blick auf das Haus vom Garten her. Klick: Luftbild des Grundstücks mit Haupthaus, Schuppen (links vom Haus) und Garten im Süden.

react!Or in Kempten (Allgäu)

Der react!OR ist ein Offener Raum, der (nicht ausschließlich) jugendlichen Personen und Gruppen unabhängig von diskriminierenden Ausschlüssen aufgrund von Geschlecht, Herkunft oder sozialem Stand offen steht. Er bietet Platz für die Entfaltung der eigenen Kreativität, die Entwicklung politischer und kultureller Projekte oder die Durchführung von Veranstaltungen wie Vorträge, Diskussionen, Filmvorführungen oder Workshops und dient als Treffpunkt für politisch engagierte Gruppen. Auch werden Materialien zur politischen Bildung, die zu kritischem Denken anregen, verfügbar gemacht, außerdem gibt es einen Umsonstladen. Aber auch, wer einfach mal gemütlich abhängen möchte, findet im react!OR ein Plätzchen. In der Offenen Küche kannst du dich dabei angemessen versorgen.

Viel mehr Räume ... kaum genutzt bis fast vergessen!

Über dauerhaft gültige Verträge hat die Stiftung FreiRäume Platz für offene Aktionsplattformen gesichert in ...

Außerdem gibt es noch ähnliche Räume, die nicht formal mit der Stiftung FreiRäume verbunden und deshalb auch nicht sicher bzw. auf Dauer offen zugänglich/nutzbar sind.

Das soll mehr werden: Viele offen zugängliche, bunte, kreative und widerspenstige Orte braucht das Land!

Seit dem 17.4.2014 existiert wieder eine gemeinnützige Stiftung FreiRäume. Treuhänder ist der ebenfalls gemeinnätzige Verein"Tragwerk e.V." Zudem sind weitere Stiftungen geschaffen worden. Die WAA, die TS und das Projektehaus haben somit jeweils eine eigene Trägerstiftung.

Wir sichern offene Räume, Aktionsplattformen und Projekte! Wer macht oder hilft mit?

Mitmachen oder unterstützen ...

Aktionsplattformen schaffen - ganz neu oder in bestehenden Projekten

Ein dichtes Netz von Aktionsplattformen könnte kreative Protestformen und selbstorganisiertes Leben stärken. Wer baut neue Häuser und Plätze auf? Wo können in bestehenden Häusern eine Räume oder auf Plätzen Hütten bzw. Wägen als Aktionsplattformen entstehen? Das wäre schön ... und wir freuen uns über Kooperation darin. Die Stiftung kann ...

Sachspenden

In fast allen Räumen sind Materialien gesucht. Oft sind das Dinge, die woanders übrig sein können - es lohnt also, da ein Auge drauf zu werfen.

Geld für FreiRäume?

1. Einfach so spenden ...
Geht und ist kein Problem. Die Stiftung ist gemeinnützig, verwendet das Geld nur für die dargestellten Ziele und kann eine Spendenbescheinigung ausstellen. Bis 200 Euro Spendenhöhe reicht sogar der Überweisungsnachweis als Spendenquittung.
Das Spendenkonto: "Stiftung FreiRäume", Nr. 4013681800 bei der GLS-Bank ( BLZ 43060967).

2. Dauerhafte Unterstützung der Räume: Solardächer sichern Freiräume
Sie spenden für den Bau einer Photovoltaikanlage - und wir errichten diese dann, zusammen natürlich mit einer Solarfirma (die ebenfalls Spenden mitsammelt), auf dem Dach eines Gebäudes, in dem kreative Projekte arbeiten, Seminarräume und Bibliotheken einladen und sonst offene Räume dauerhaft bestehen. Ihre Spende hilft dann 30 oder 40 Jahre jeden Monat, denn die Einnahmen aus den Solardächern sichern die Grundkosten dieser Räume.

??? Eigentum ... Etablierung ... Repression ... Wirtschaftliche Zwänge ... Hausrecht ???

Es gibt viele Gründe, warum Projekte scheitern können: Häuser, Plätze, Gruppen, Veranstaltungen usw. Und es gibt etliche Wege, dem zu entkommen. Darum wollen wir Unterstützung und Kooperation zwischen solchen Orten und ihren NutzerInnen organisieren, die nicht nur das Normale wollen (Netzwerk FreiRäume). Außerdem soll eine Stiftung die rechtliche Absicherung gewährleisten. Es geht nicht um das Geld, sondern um den formalen Rahmen (Stiftung FreiRäume). Durch das Anklicken der Symbole geht es zu den Infoseiten ...

 

Netzwerk FreiRäume

Vernetzung und gegenseitige Unterstützung offener Räume

Stiftung FreiRäume

Gemeinnützige Stiftung zur Sicherung und Förderung offener Räume